Urlaub in Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis

Ronneburg im Main-Kinzing-Kreis

Wandern, Radfahren und noch mehr

Im hessischen Rodenbach wohnen gut 11000 Menschen. Die Gemeinde gehört zum Main-Kinzig-Kreis, dem insgesamt 29 Städte und Gemeinden angeschlossen sind. Der Ort wird gebildet von den beiden Ortsteilen Niederrodenbach und Oberrodenbach. Rodenbach ist von mehreren Gemeinden umgeben. Nördlich befindet sich die Stadt Langenselbold. Etwas östlicher hat sich die Gemeinde Hasselroth angesiedelt. Freigericht grenzt im Osten an Rodenbach. Südlich davon befindet sich die Stadt Alzenau und die Gemeinde Kahl am See. Tief im Westen liegen Hanau und Erlensee. Bis nach Hanau braucht man von Rodenbach eine knappe halbe Stunde. Etwa genauso lang ist es bis zur Mainmetropole Frankfurt am Main.

Landschaftlich liegt der Ort in einer grünen Lagune aus Kiefern, Fichten und Buchenwäldern. Hier haben viele Spechte und andere Vogelarten ein zu Hause gefunden. Aber auch für die Menschen liegt das Paradies direkt vor ihrer Haustür. Bis zum Erholungsgebiet Hessischer Spessart sind es nur ein paar wenige Schritte. Für die Rodenbacher ist diese Region ein willkommenes Ausflugsziel.

Die Geschichte Rodenbachs

Das beschauliche Rodenbach kann auf eine weitreichende und interessante Geschichte zurückblicken. Bereits in der Bronzezeit wurden in der Gegend des heutigen Ortes die ersten Plätze besiedelt. Man nimmt an, dass die Bezeichnung »Rodung am Bach« für den späteren Ortsnamen verantwortlich. Die erste, gesicherte Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1025. Der Auslöser war seinerzeit der gegenseitige Tausch von Besitzungen des Adeligen Ruoger mit dem Kloster Fulda. Aus der Urkunde ging nicht hervor, ob Ruoger der Gründer von Rodenbach war.

Feststeht, dass man von Rodenbach erst knapp zweihundert Jahre später wieder hörte. Im Jahr 1222 soll der Streit um die Güter des Mainzer Stephansstifts Grund für die nächste urkundliche Erwähnung gewesen sein. In einem zweiten Fall, der sich knapp zwanzig Jahre später zutrug, wurde zum ersten Mal die Rodenbacher Kapelle genannt. Der damalige Pfarrer zog mit dem Grafen von Hanau vor Gericht, um das Patronatsrecht durchzusetzen. Das Gericht entschied aber zugunsten des Grafen.

In den nächsten beiden Jahrhunderten kristallisierten sich die beiden Ortsteile Niederrodenbach und Oberrodenbach immer deutlicher heraus, wobei Oberrodenbach durch den Einfluss des Mainzer Petersstifts immer mehr geprägt wurde und Niederrodenbach der Herrschaft des Grafen von Hanau unterstand. Kurz vor dem Ende des 15. Jahrhunderts – im Jahr 1493 – brach in dem Ort ein Brand aus, der Vieles zerstörte. Die Rodenbacher ließen sich hiervon nicht beirren und bauten ihren Ort wieder auf.

Jahre später machte auch die Einführung der Reformation vor den Türen Rodenbachs kein Halt. Der evangelische Glaube setzte sich immer mehr durch. Für das Jahr 1686 kann in Rodenbach die erste evangelisch-lutherische Gemeinde nachgewiesen werden. Schon fünfzig Jahre vorher – zwischen 1628 und 1630 – wurden in dem Ortsteil Oberrodenbach 14 Menschen in Hexenprozessen zum Tode verurteilt.

Das 20. Jahrhundert erreichte in Rodenbach seinen Höhepunkt, als die beiden Gemeinden Oberrodenbach und Niederrodenbach 1970 zu einem Ort zusammengeschlossen wurden. Im Jahr 2000 feierte der Ort sein 975-jähriges Bestehen.

Infrastruktur in Rodenbach und Umgebung

Die Nähe zu Hanau, aber insbesondere zu Frankfurt am Main, macht Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis zu einem interessanten Standort. Denn sowohl mit der Bahn als auch mit dem Bus ist Rodenbach schnell zu erreichen. Aber auch der Flughafen in Frankfurt ist von hier nicht weit entfernt. Viele Menschen, die in den größeren Städten arbeiten, haben Rodenbach wegen der angenehmen Wohngegend als ihren Heimatort gewählt. Die Anbindung an die Autobahn und ein gutes Angebot von den öffentlichen Verkehrsträgern ermöglichen es vielen Rodenbachern in Hanau, Frankfurt oder Offenbach zu arbeiten und jeden Tag zu pendeln. Die vielen grünen Flächen, die der Ort bietet, werden nach Feierabend zu einem erholsamen Spaziergang genutzt.

Ferien in Rodenbach

In Rodenbach lässt sich eine schöne Ferienzeit erleben. Wer sich gerne in der freien Natur aufhält, interessante Landschaften entdecken möchte und mit Freude lange Strecken bewandert, ist hier genau richtig. In Rodenbach und in dem Umland gibt es nicht weniger als 13 Routen, die dem Wanderer abwechslungsreiche Erlebnisse ermöglichen.

Die erste Route führt um das himmelblaue Wasser des Kinzigsees im Ortskern von Niederrodenbach. Es ist ein Rundwanderweg, der sich bei Einheimischen wie Touristen äußerst beliebt ist. Die Strecke dauert circa drei Stunden, und erstreckt sich auf insgesamt 11 Kilometern. Sie ist relativ gut zu bewältigen. Teils auf Waldwegen und teils auf Asphaltwegen geht es über den etwas erhöhten Buchberg wieder zurück zum Startpunkt. Steht man auf dem Buchberg, kann man einen herrlichen Blick auf das Wasser und das Umland genießen. Der Kinzigsee lädt darüber hinaus mit seinem Strandbad zu einem kleinen Bad in der Sonne oder im Wasser ein. Neben einer Liegewiese können sich hier aber auch Beachvolleyballer und Fußballer stundenlang austoben. Auf dem Wasser bestehen die Gelegenheiten zum Segeln und Surfen.

Auch der Wanderweg Spessartbogen wird allen Wünschen gerecht, die Wanderlustige haben können. Gleich zu Beginn der Tour begrüßt die Wanderer ein Schild mit der Aufschrift >Spessartbogen<. Bei traumhafter Luft können sie auf gut sichtbaren Pfaden abseits der Forstwege spazieren und die herrlichen Wälder des Spessarts erkunden. Das Wandern am Spessartbogen bietet auf einer Strecke von knapp 90 Kilometern ausreichend Möglichkeiten, Flora und Fauna der Region zu erkunden, und auch mal an einem netten Plätzchen zu verweilen, um dem Vogelgezwitscher zu lauschen.

Neben diesen beiden Wanderwegen gibt es noch elf weitere schöne Routen, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Wer sich lieber auf den Sattel schwingt und ein echter Pedalritter ist, findet viel Freude und Gelegenheit auf den Radtouren, die in Rodenbach und Umgebung möglich sind. Die Landschaft kann in der Region auf vierzig verschiedenen Touren mit dem Fahrrad durchkreuzt und entdeckt werden. Ein Highlight bietet die Strecke, die an der Bahnlinie der alten Bachbahn entlang führt. Die Tour wird am besten von dem nahegelegenen Weilerbach gestartet. Hier ist vor Jahren ein Radweg angelegt worden, der bis nach Reichenbach führt. Ist man auf der über 30 Kilometer langen Strecke unterwegs, kann man während der Fahrt eine prächtige Aussicht auf die Nordpfälzer Berglandschaft genießen.

Sehenswertes gibt es bei den Niederrodenbacher Steinbrüchen zu sehen. Dieses Naturschutzgebiet befindet sich unweit der Grenze zu Bayern. Den Erschaffern dieses Gebietes war es wichtig, gefährdete Tierarten und Pflanzen zu schützen. Besucher des Parks können hiervon profitieren und eine interessante Natur erleben.

Ein paar schöne Stunden lassen sich auch im Rodenbachtal verbringen. Hier durchkreuzt das Wasser des Rodenbachs die grüne Landschaft, die sich hauptsächlich aus Erlen und Eschen zusammensetzt.