USA – Ostküste, Westküste, Inland

Canyon, Amerika
Ein Canyon in den USA

Die vereinigten Staaten von Amerika

Mit einer Fläche von fast zehn Millionen Quadratkilometern fällt es vielen USA Besuchern schwer, sich für eine Region zu entscheiden. Vielleicht ist es gerade die Vielfalt, die viele in ihren Bann zieht, denn von Schnee, über die Tropen bis hin zur Wüste hat das Land alles zu bieten. Viele stehen dann vor der Wahl, ob sie ihre Zeit an der Ost- oder Westküste verbringen, lieber das Landesinnere erkunden oder den tropischen Südosten entdecken. Jede Region der USA hat seine besonderen Reize und ist einen Besuch wert.

Kühle Temperaturen im Osten

Die Ostküste ist die Seite, die im nördlichen Teil ein mit Mitteleuropa vergleichbares Klima hat. Im Sommer ist es sehr warm, während es im Winter viel Schnee gibt. Besonders attraktiv an der nördlichen Ostküste sind Maine oder New Hampshire, die gerne auch von den Einheimischen sowohl im Sommer als auch im Winter besucht werden. Maine ist besonders attraktiv im Herbst, wenn sich das Laub zu verfärben beginnt und die Landschaft in ein buntes Meer taucht. Wer sich umdreht, der sieht auf der anderen Seite mit dem Atlantik das richtige Meer. Entlang der Küste reiht sich ein malerischer Hafen nach dem anderen und bekannt ist die Region für ihren ausgezeichneten Hummer, den Gäste in jedem Fall probieren sollten. Südlich von New York liegt mit Washington das Zentrum der Macht des Landes. Obwohl die Stadt auf den ersten Blick nicht sehr spannend wirkt, kann sie mit einer Fülle von Sehenswürdigkeiten aufwarten. Allem voraus natürlich der Sitz des Präsidenten, das Weiße Haus, das sogar im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Zu den weiteren Highlights der Stadt gehört das Kapitol und das Washington Monument. Daneben gibt es noch zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die National Gallery of Art oder das National Museum of the American Indian, das einen spannenden Einblick in die indianische Kultur von Amerika gibt.

New York – eine einzigartige Metropole

Freiheitsstatue, New York, Ostküste
Die Freiheitsstatue ist das Wahrzeichen von Ney York

Obwohl viele Regionen und Städte an der Ostküste ihre Reize haben, ist die wohl am häufigsten besuchte Stadt New York City. New York wird nicht ohne Grund die Stadt, die niemals schläft, genannt, denn rund um die Uhr bietet die Stadt ein abwechslungsreiches Programm. In der Nacht besonders attraktiv sind die verschiedenen Monumente wie die Freiheitsstatue, die eindrucksvoll ausgeleuchtet werden. Es gibt einige Plätze der Stadt, die Besucher in jedem Fall sehen sollten, dazu gehört der Times Square oder einige interessante Stadtviertel wie Chinatown. Während des chinesischen Neujahrs finden dort eine einzigartige Parade und ein buntes Treiben in den Straßen statt. Wer bei seinem Aufenthalt an der Ostküste New York besucht, der muss auch das Metropolitan Museum of Art besuchten, dass wohl eine der weltweit einzigartigsten Kunststammlungen besitzt.

Karibisches Flair im Süden

An der Ostküste gibt es einen starken klimatischen Wandel, je weiter Sie Richtung Süden reisen. Dort sind die Temperaturen bereits von der Karibik beeinflusst. Die bekannteste Stadt an der Ostküste ist Miami mit seinen malerischen Stränden. Obwohl die Stadt selbst nicht sehr viele Attraktionen zu bieten hat und eher eine typisch amerikanische Großstadt ist, ist die Attraktion der Region die Natur. Die Everglades sind ein Marschland mit einer abwechslungsreichen Flora und Fauna. Vor allem die Kaimane fühlen sich hier sehr wohl und sind eine Attraktion bei den Besuchern. Umso weiter Sie Richtung Westen reisen, umso tiefer können Sie in das Südstaaten-Feeling eintauchen. Zu den bekanntesten Orten gehört New Orleans, der durch den Hurrikan Katrina und den Verwüstungen traurige Berühmtheit erlangte. Viele vergessen dabei, dass die Stadt eine ausgeprägte Musikszene hat, die den Besuchern in vielen Bars begegnet.

Heißes Wüstenklima im Westen

Während die Wiesen und Wälder im Osten grün sind, herrscht im Westen ein völlig anderes Klima. Es regnet deutlich seltener und entsprechend karg ist auch die Vegetation. Die Natur ist hier hart, was sich auch an den verschiedenen Landschaftsformationen zeigt. Die wohl bekannteste ist der Grand Canyon. Über Jahrhunderte formte der Fluss diese Schluchten, die heute ein beliebtes Ausflugsziel sind. Wie extrem der Westen des Landes ist, zeigt vermutlich kein Ort besser als das Death Valley. Nicht ohne Grund heißt die Region das Tal des Todes, denn es gibt kaum eine lebensfeindlichere Umgebung. Die Temperaturen können hier im Sommer bis auf fast 60°C ansteigen. Es ist kaum verwunderlich, dass hier nur wenige Pflanzen und Tiere leben, die diese Extreme aushalten, dafür hat das Death Valley interessante Landschaftsformationen wie die Artist’s Palette, bei dem es sich um mehrfarbige Gesteinsformationen handelt. Der Devil’s Golf Course mit zahlreichen spitzen Salzstrukturen ist ein weiteres Highlight der Region. Ein lange unerforschtes Mysterium waren die wandernden Felsen, die ihre Spuren in der Racetrack Playa hinterließen. Über 300 kg schwer waren die Felsbrocken teilweise, die sich in der Ebene wie von Geisterhand zu bewegen schienen. Erst 2014 konnte dieses Rätsel mittels umfangreicher Forschungen erklärt werden. Dazu verwendet wurden Zeitrafferaufnahmen und GPS, wodurch Forscher herausfanden, dass für diese Bewegung, die hauptsächlich in den Wintermonaten stattfindet eine hauchdünne Eisschicht verantwortlich ist. Dadurch wird die Reibung verringert und es reichen schon leichte Winde aus, um die Steine zu bewegen. Da Wasser in der Region generell Mangelware ist, dauert es oft sehr lange, bis die Voraussetzungen und Temperaturen gegeben sind, dass sich diese Eisschicht bildet.

Los Angeles als Hotspot

Die wohl bekannteste Stadt der Westküste ist Los Angeles. Wer das erste Mal die Stadt sieht, wird sich dennoch dort nicht fremd fühlen, denn sie ist die Kulisse einiger bekannter und beliebter Filme und Serien. Unvergesslich ist für viele ein Besuch in den Hollywood Studios und damit der Blick hinter die Kulissen von Filmsets und damit verbunden auch die jährlichen Oscars, die im Februar vergeben werden. Anlässlich dieser Veranstaltung herrscht in der Stadt ein völlig anderes Flair und viele Besucher haben das Gefühl selbst Darsteller in einem Film zu sein. Das kann durchaus passieren, denn anlässlich der Oscars kommen auch viele Filmteams und Fotografen in die Stadt, die über die Veranstaltung berichten und Fotos vom bunten Treiben machen.

Abenteuer im Wilden Westen

Untrennbar mit den USA verbunden sind auch die Bilder, die Wild West Filme vermittelt haben. Männer, die am Tag Viehherden durch die Prärie treiben und abends am Lagerfeuer sitzen, aber sich auch so manches Gefecht mit den Indianern liefern. Obwohl die Zeit der Westernhelden längst vorbei ist, gibt es noch diese weiten Prärien, doch müssen Besucher dafür gar nicht so weit nach Westen reisen. Die Staaten zwischen Ost- und Westküste sind die landwirtschaftlichen Zentren der Region, wo heute noch Viehherden durch das Land streifen. Wer diese Cowboy-Romantik erleben und vielleicht sogar ein richtiges Rodeo sehen will, muss gar nicht so weit in den Westen reisen.